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Türchen Nr. 18 – Tête de Moine

Türchen Nr. 18 – Tête de Moine

Hallo liebe Käsefreunde.
In unserem Kalender der Käse aus den Bergen darf eine Besonderheit nicht fehlen.

Dazu reisen wir ins Berner Jura. Dort gibt es ein Kloster mit dem Namen Bellelay, das über 100 Jahre älter ist als die Schweizer Eidgenossenschaft.

Die Mönche vom Orden der Prämonstratenser stellten dort mindestens seit dem 12. Jahrhundert einen kleinen Käse von ca. 900 Gramm her und hatten damit einen derartigen Erfolg, dass sie ihn schon bald bis weit nach Frankreich hinein verkauften.

Außerdem waren sie weitestgehend von Zollabgaben befreit, was den Gewinn noch erhöhte.

Für den einfachen Verbraucher war dieser Käse viel zu teuer.

Man konnte ihn als Zahlungsmittel für viele wertvolle Dinge einsetzen.

Es wurde so viel verkauft, dass jeder Mönch pro Kopf etwas für sich behalten konnte. Daraus leitet sich sein Name ab, sagt die Legende.

Oder aber, weil er aussieht wie der Kopf eines Mönches. Denn kein Käse wird so verzehrt wie dieser.

Nachdem man die Oberflächenrinde entfernt hat wird der Käse ganz fein abgeschabt, was sein Aroma beim Essen enorm erhöht und auch noch wunderbar aussieht.

In Frankreich sagt man, der geschabte Käse sieht aus wie ein Pfifferling.

Sie haben es längst erraten. Ich spreche vom Tête de Moine, dem Mönchskopf. Eine Köstlichkeit auf jedem Käsebuffet. Und das Messer mit dem man ihn schabt ist natürlich die Girolle was auf deutsch Pfifferling bedeutet.

Manfred Deppe

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